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Über uns

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Neben Kunst, Handwerk und Musik sind auch traditionelle Lebensmittel einzigartiger Ausdruck von Kulturgeschichte.




Wie?

Wie erlangt der Mensch ein langes Leben?

Ja, wie? 

Und wie schaffen wir es, unsere Lebensgrundlage, unseren Planeten zu schützen? 

Wie kann das gehen?

Es waren immer auch Menschheitsfragen, mit denen sich Arche auseinandersetzte. Dabei standen uns die fernöstliche Philosophie der Makrobiotik ebenso zur Seite wie die Naturkostbewegung. Von beiden erzählt unsere Geschichte, die spätestens 1985 begann. 

Das Jahr der Firmengründung fiel in eine Zeit, in der die Kulturen näher zusammenrückten: Zahlreiche Europäer und Amerikaner zog es ostwärts, ganz besonders Japan lockte – als Inbegriff asiatischer Hochkultur. Japan, das Land der Langlebigen. Japan, das Land des Taoismus und des Zen-Buddhismus. Neben geistigen Schätzen fanden sich hier ursprüngliche, pure Lebensmittel, die den Menschen in bester Weise zu nähren wussten. Und die, wie jedermann an sich selbst erproben mag, zu einer höchst eigenen, gesunden und lebensfrohen Zufriedenheit führten. 

In der traditionell-asiatischen Ernährungsweise erkannten die Arche-Gründer ein kostbares, schützenswertes Gut. Ganz im Sinne der Makrobiotik schätzen sie die über Jahrhunderte überlieferten Rezepturen, das sorgsame Handwerk, die natürlichen Rohstoffe und die sensible, zeitaufwändige und werterhaltende Verarbeitung. Waren es doch diese Elemente, die aus einem schlichten Nahrungsmittel ein wirkliches Mittel zum Leben machten. Ein Lebensmittel, das allerdings zunehmend im Meer geistloser Massenproduktion unterzugehen drohte. Angesichts dieser Widersprüche zwischen Tradition und „Moderne“ entschloss sich das Importunternehmen, die so authentischen Spezialitäten in Asien zu suchen und in Europa zu verbreiten – und somit letztlich auch die im Aussterben begriffene Handwerkskunst zu erhalten, gewissermaßen in die „neue Zeit“ zu retten. So entstand dann auch der Name des Unternehmens. Gewiss lag in diesem Vorhaben eine gewisse Portion Idealismus. Aber genau er ist es, aus dem Arche seinerzeit als kleiner Makrobiotikladen in Ravensburg entstand. Dieser Laden begann, die so schwer zu findenden Produkt zu importieren und wurde bald zu einer der ganz wenigen Anlaufstellen für Menschen, die genau diese ganz besonderen Lebens- und Heilmittel suchten.

Bis heute wird das Unternehmen durch drei private Gesellschafter getragen, die auch persönlich auf eine bewusste Lebens- und Ernährungsweise Wert legen. Für diese Unternehmerpersönlichkeiten ist es selbstverständlich, nachhaltige Landwirtschaft und ökologische Verarbeitung zu fördern –ihr wirtschaftlicher Erfolg ist für sie eher Mittel zur Gestaltung, weniger ein Zweck. Erst in gesunden und sinnvollen und damit sozialen Produkten liegt der ausgemachte Unternehmenszweck, der gleichzeitig auch den ökologischen Landbau unterstützt. Denn schon bald nach Firmengründung zeigten immer offensichtlicher werdende Umweltschäden und ökologische Krisen, dass eine nachhaltige Ernährungs- und Wirtschaftsweise schon beim Anbau und damit lange vor dem eigentlichen Herstellungsprozess einsetzen musste. Waren einst gesunde Böden und glasklares Wasser in einer meist abgelegenen, traditionell arbeitenden Landwirtschaft selbstverständlich, änderte sich dies mit der vorrückenden industriellen Moderne. Mit den Jahren stammten somit immer mehr Arche-Produkte aus ökologischem Landbau, unabhängig kontrolliert entsprechend der EG-Öko-Verordnung. Dahin führte ein zuweilen steiniger Weg, da asiatische Naturprodukte – wie etwa das ausgezeichnete Bindemittel Kuzu – auch aus Wildsammlungen der einfachen Bevölkerung kommen, die sich nur schwer in einem europäischen Sinne zertifizieren lassen. Doch wieder und wieder zählte Arche zu den ersten, die neu angebotene Bio-Waren ausprobierten, zu weiteren ermutigten oder selbst nach Herstellern suchten, die sich zertifizieren ließen. Alle Lebensmittel unterliegen heute zudem unternehmenseigenen Kontroll- und Dokumentationssystemen, deren Strenge ganz besonders der verheerende Tsunami in Japan und dessen Folgen im Jahre 2011 forderte. 

Neben japanischen und asiatischen Spezialitäten wurden bald mehr und mehr europäische Spezialprodukte in das Arche-Sortiment aufgenommen. Köstliche Vanille- und Schokoladenpuddings ebenso wie praktische Back- und Gelierhilfen. Eine eigenartige Mischung? Bei genauerem Hinsehen liegt das Gemeinsame auf der Hand: Die asiatische Tradition kennt nicht nur gesunde, sondern auch äußerst funktionale Küchenhelfer. Etwa Agar-Agar, ein Geliermittel, das aus Meeresalgen stammt, oder eben Kuzu, ein edles Bindemittel, das über einen langen Zeitraum aus riesengroßen Wurzelstöcken herausgewaschen wird. Intelligente Funktionshelfer dieser Art sind in jeder Küche willkommen – und so entstand in stetiger Erweiterung die Europäische Küchenlinie von Arche. Arche war somit der erste Hersteller, der eine solches Sortiment unter einem geschlossenen Markendach in Bio anbieten konnte. 

So offen, wie sich Arche gegenüber der asiatischen Tradition zeigte, so interessiert schaute sie auch bei anderen Nationen über den Tellerrand. Dabei fand sie weitere Funktionskünstler: etwa die Pfeilwurzel, deren Stärke in den südamerikanischen Tropen beheimatet ist, oder das Guarkernmehl, ein Verdickungsmittel der indischen Küche. Sie alle transportierte Arche auf den heimischen Esstisch und entwickelte aus der höchst eigenen Produktkompetenz neue Rezepturen: für Puddings, die halten, für Tortengüsse, die glänzen, für Teige, die gehen, und für köstliche Fruchtaufstriche, die nicht vom Brötchen rutschen. Eben echte Arche-Spezialitäten: Europäische Küchenhelfer, aber mit japanischen Urahnen.

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